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Alles rund um das Thema Wiederrufsfomular


Ab Juni 2014 müssen Online-Kunden in Deutschland ihre Rücksendungen selbst bezahlen. Der Bundestag hat eine neugeregelte EU-Verbraucherrichtlinie genutzt, um diese Vorschrift einzuführen. Gerade für Online-Shops mit hoher Rücksendequote scheint diese neue Regelung ein Vorteil zu sein – sowohl was Kosten als auch Aufwand angeht. Allerdings gibt es noch eine andere Komponente und zwar den Wettbewerb. Das neue Widerrufsrecht könnte zum relevanten Faktor werden.

Die Rücksendekosten bei Widerruf trägt bald der Kunde

Die aktuelle Regelung in Deutschland ist EU-weit einmalig. Ab einem Kaufwert von 40 Euro trägt der Händler die Kosten. Die Retourenquote ist dementsprechend hoch, da viele Kunden die Möglichkeit nutzen, Produkte zur Auswahl zu bestellen – warum auch nicht, die Rücksendung kostet ja nichts. Für die Rücksendung hat der Kunde 14 Tage Zeit, dies allerdings nur, wenn die Frist in der Widerrufsbelehrung ausdrücklich genannt ist. Ist dort keine Angabe gemacht, dann gilt das Rückgaberecht – zumindest theoretisch – für unbegrenzte Zeit.

Widerrufsformular für die ordnungsgemäße Warenrückgabe

Die Möglichkeit zum kostenfreien Widerruf beim Einkauf in Online-Shops soll sich mit der Neuregelung der EU-Verbraucherrichtlinie nun ändern: Unabhängig vom Kaufpreis trägt der Kunde die Kosten für die Rücksendung. Teil dieser Neuregelung ist das Widerrufsformular, das für den Widerruf eingesetzt wird. Im Formular sind wichtige Informationen enthalten:

  • Name und Anschrift des Online-Händlers, der als Vertragspartner fungiert
  • Den Vertragsgegenstand, das kann eine Ware aber auch eine Dienstleistung sein
  • Das Bestelldatum
  • Das Lieferdatum
  • Name und Anschrift des Käufers
  • Bei schriftlichem Widerruf die Unterschrift des Kunden

Nur mit diesen Informationen ist ein Widerrufsformular rechtskonform.

Theorie und Praxis – So gehen die Shops mit der Neuregelung um

Auf den ersten Blick scheint die neue Retourenregelung für den Online-Shop-Betreiber Vorteile und für den Kunden Nachteile haben. Allerdings ist das nur die eine Seite der Medaille. Die Händler sind nicht verpflichtet, diese Regelung anzuwenden. Dadurch wird die Frage „kostenpflichtige Rücksendung oder nicht?“ zum Wettbewerbsfaktor. Eine Umfrage von Trusted-Shops ergab, dass 55% der Verbraucher es ablehnen, bei Shops zu bestellen, bei denen sie die Retourekosten selbst tragen müssen. Wie die Online-Händler reagieren bleibt abzuwarten. Bei einer entsprechenden Befragung, die ebenfalls von Trusted Shops durchgeführt wurde, gaben 57% der Shop-Betreiber an, dass die Rücksendekosten zukünftig an den Kunden fallen.

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