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Alles rund um das Thema Wiederrufsfomular


Die goldenen Zeiten für Online-Shopper sind bald vorbei. Konnte man bislang beliebig Waren zur Ansicht bestellen und bei Nichtgefallen kostenfrei zurückschicken, wird sich dies ab Juni 2014 ändern. Dann trägt die Kosten für die Rücksendung der Kunde – und er muss ein Widerrufsformular in Word oder einem anderen Programm erstellen und der Rücksendung beilegen. Grund für diese Änderung ist eine EU-Verbraucherrichtlinie, die in wenigen Monaten in Kraft tritt.

Widerrufsrecht – die 40-Euro-Grenze wird abgeschafft

Die Deutschen hatten es in den letzten Jahren ausgesprochen gut, was die Retoursendung von Waren angeht: Liegt der Warenwert über 40 Euro, kann eine Rücksendung innerhalb der Widerrufsfrist kostenfrei und ohne Angabe von Gründen erfolgen. Die Portokosten gehen zu Lasten des Verkäufers. Ausgenommen von dieser Regelung sind nur wenige Waren wie Lebensmittel, Downloads, Zeitschriften oder DVDs mit geöffneter Originalverpackung. Ab Juni läuft es dann anders: Innerhalb von 14 Tagen, bzw. 12 Monaten darf der Käufer die Ware nach wie vor zurückschicken, allerdings zu anderen Bedingungen. Brandneu ist vor allem das Widerrufsformular. Word oder andere Software ermöglicht das Ausfüllen am Computer, allerdings sind die Online-Händler auch verpflichtet, ein solches Formular jeder Sendung beizufügen. Soll die Ware zurückgesandt werden, wird sie vom Käufer wie ein ganz normales Paket oder Päckchen verschickt – samt Portokosten für die Rücksendung.

Wie lange gilt das Rückgaberecht?

Generell gilt ein Rückgaberecht von 14 Tagen. Dies allerdings nur dann, wenn der Verkäufer ausdrücklich auf diese Frist hinweist. Ist das nicht der Fall, dann darf der Kunde die Ware theoretisch unbegrenzt zurückgeben, zumindest aber in einem Zeitraum von 12 Monaten. In der Widerrufsbelehrung, die die Fristangabe enthält, muss ebenfalls erwähnt werden, wann das Recht zum Widerruf erlischt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Originalverpackungen geöffnet oder Etiketten abgeschnitten werden. Dann kann die Ware zwar mit Widerrufsformular zurückgegeben werden, der Verkäufer wird allerdings einen Wertersatz fordern und den Warenwert nur zum Teil zurückerstatten. Ob sich die Rücksendung unter diesen Voraussetzungen noch lohnt, hängt vom Wert der Ware ab.